Barbara

Genre chanson francaise, french, female vocalists, chanson, francais

Barbara (* 9. Juni 1930 in Paris als Monique Andrée Serf, † 25. November 1997 in Neuilly-sur-Seine) war eine französische Chanson-Sängerin und -Komponistin.

Monique Serf wurde als zweites von vier Kindern einer jüdischen Familie in Paris geboren. Ihr Vater war Elsässer, ihre Mutter kam aus Odessa. Als sie 10 Jahre alt war, floh sie mit ihren Angehörigen aus dem von Deutschland besetzten Teil Frankreichs. Nach verschiedenen Zwischenstationen kam sie im Juli 1943 in die südwestfranzösische Landgemeinde Saint-Marcellin (Département Isère). Dort musste sie sich bis 1944 vor dem Zugriff des mit Nazi-Deutschland kollaborierenden Vichy-Regimes verstecken. Nach der Befreiung, die sie in einer Pension in Le Vésinet (Département Yvelines) bei Paris erlebte, hörte sie ein Musiklehrer in der Nachbarschaft singen und beschloss, ihr Talent zu fördern. Sie erhielt Gesangs- und Klavierunterricht. 1947 immatrikulierte sie sich am Pariser Konservatorium und studierte klassische Musik bei dem Tenor Gabriel Paulet.

Ihre ersten musikalischen Gehversuche unternahm sie Ende der 1940er Jahre im Kabarett La Fontaine des Quatre Saisons in Paris. Von 1950 bis 1952 lebte sie in Brüssel, wo sie in Künstlerkreisen verkehrte und vor Freunden Chansons von Édith Piaf, Juliette Gréco und Germaine Montéro sang. Nach ihrer Rückkehr nach Paris lernte sie Jacques Brel und später auch George Brassens kennen, mit deren Liedern sie auftrat. Nebenbei schrieb sie aber auch schon eigenes Material, das sie in ihrem Programm verarbeitete. 1957 nahm sie in Brüssel eine erste Single auf.

Erst Anfang der 1960er Jahre kam ihre Karriere richtig in Schwung. Der große Durchbruch kam 1965 mit dem Album Barbara chante Barbara.

Im Juni 1964 kam Barbara im Rahmen eines Gastspiels ins Junge Theater Göttingen. Ihre dort gesammelten Eindrücke, verwendete sie im Chanson "Göttingen", einem Beitrag für die Völkerverständigung. Das Stück war in Frankreich sehr beliebt und leistete so einen bedeutenden Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung und insbesondere zur Bekanntheit Göttingens in Frankreich.

1967 veröffentlichte Barbara ein Album mit deutschen Versionen einiger ihrer Chansons (Barbara singt Barbara). In den 1970er Jahren versuchte Barbara sich auch als Schauspielerin, doch blieb ihr ein großer Erfolg versagt. Ihr letztes Studio-Album (Barbara) veröffentlichte sie 1996. In ihren letzten Lebensjahren setzte sich Barbara intensiv für den Kampf gegen AIDS ein. 2001 widmete die französische Post Barbara eine Briefmarke (Wert 0,46 €).


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Barbara (* 9. Juni 1930 in Paris als Monique Andrée Serf, † 25. November 1997 in Neuilly-sur-Seine) war eine französische Chanson-Sängerin und -Komponistin.

Monique Serf wurde als zweites von vier Kindern einer jüdischen Familie in Paris geboren. Ihr Vater war Elsässer, ihre Mutter kam aus Odessa. Als sie 10 Jahre alt war, floh sie mit ihren Angehörigen aus dem von Deutschland besetzten Teil Frankreichs. Nach verschiedenen Zwischenstationen kam sie im Juli 1943 in die südwestfranzösische Landgemeinde Saint-Marcellin (Département Isère). Dort musste sie sich bis 1944 vor dem Zugriff des mit Nazi-Deutschland kollaborierenden Vichy-Regimes verstecken. Nach der Befreiung, die sie in einer Pension in Le Vésinet (Département Yvelines) bei Paris erlebte, hörte sie ein Musiklehrer in der Nachbarschaft singen und beschloss, ihr Talent zu fördern. Sie erhielt Gesangs- und Klavierunterricht. 1947 immatrikulierte sie sich am Pariser Konservatorium und studierte klassische Musik bei dem Tenor Gabriel Paulet.

Ihre ersten musikalischen Gehversuche unternahm sie Ende der 1940er Jahre im Kabarett La Fontaine des Quatre Saisons in Paris. Von 1950 bis 1952 lebte sie in Brüssel, wo sie in Künstlerkreisen verkehrte und vor Freunden Chansons von Édith Piaf, Juliette Gréco und Germaine Montéro sang. Nach ihrer Rückkehr nach Paris lernte sie Jacques Brel und später auch George Brassens kennen, mit deren Liedern sie auftrat. Nebenbei schrieb sie aber auch schon eigenes Material, das sie in ihrem Programm verarbeitete. 1957 nahm sie in Brüssel eine erste Single auf.

Erst Anfang der 1960er Jahre kam ihre Karriere richtig in Schwung. Der große Durchbruch kam 1965 mit dem Album Barbara chante Barbara.

Im Juni 1964 kam Barbara im Rahmen eines Gastspiels ins Junge Theater Göttingen. Ihre dort gesammelten Eindrücke, verwendete sie im Chanson "Göttingen", einem Beitrag für die Völkerverständigung. Das Stück war in Frankreich sehr beliebt und leistete so einen bedeutenden Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung und insbesondere zur Bekanntheit Göttingens in Frankreich.

1967 veröffentlichte Barbara ein Album mit deutschen Versionen einiger ihrer Chansons (Barbara singt Barbara). In den 1970er Jahren versuchte Barbara sich auch als Schauspielerin, doch blieb ihr ein großer Erfolg versagt. Ihr letztes Studio-Album (Barbara) veröffentlichte sie 1996. In ihren letzten Lebensjahren setzte sich Barbara intensiv für den Kampf gegen AIDS ein. 2001 widmete die französische Post Barbara eine Briefmarke (Wert 0,46 €).


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